Donnerstag
7.Mai 2009
20:45
Drama mit Happy End
Griechenland 2009
Regie Panos H. Koutras
35 mm
113 min
OmeU
Yiorgos wird nach 14 Jahren aus der Haft entlassen, die er für einen Mord in seinem Heimatdorf verbüßt hat. Hinter ihm liegt ein Verhältnis mit seinem Zellennachbarn, vor ihm liegt – die Affäre mit einem Transvestiten, mit dem er mehr gemeinsam hat, als er denkt.
In Freiheit begegnet Yiorgos in einem schäbigen Hotel in der Innenstadt Athens der jungen transsexuellen Prostituierten Strella, die “aussieht wie eine billige Kreuzung aus Cher und der Callas”. Sie schlafen miteinander, und treffen sich von da an regelmäßig: Nachts ist Yiorgos bei Strella, am Tag sucht er seinen Sohn, der damals den Mord beobachtet hatte.
Das Ergründen von Yiorgos’ dunkler Vergangenheit kontrastiert dabei mit Strellas zickigen Freundinnen, der Göttlichen Callas, nackter Haut, schwulem Sex, tuntigen Dialogen und schäbigem Realismus. Strella ist weniger aufgedreht als Almodavar, aber genauso abgefahren: Trella heißt eben auch Wahnsinn, Irrsinn, Extravaganz. Der Film ist ein urbaner Mythos, der sich an klassische griechische Tragödien ebenso anlehnt wie an Geschichten, die man auf Partys hört.
Strella wurde vollkommen unabhängig finanziert – vielleicht ist das Ergebnis deshalb ungewöhnlicher als vieles, was man sonst im Kino sieht. Zwischen Berlinale und Cannes macht Strella Zwischenstation bei uns. Anschauen!
25. Schwule Filmwoche
zu Gast im
Kino Kandelhof
Kandelstraße 27
79106 Freiburg i.Br.
Karten und
Reservierung:
0761 - 28 37 07